|






|
 |
Recording: Aufnahmeverfahren
No-Trouble-Recording für No-Problem-People
Bevor Ihr zum Telefonhörer greift, um für die nächsten vier Wochen die Abbey-Road-Studios zu buchen, könntet Ihr es vielleicht erst einmal mit der einfachen Stereo-Aufnahme im Proberaum versuchen. Schon oft hat sich dieser simple Weg bewährt.
Tools
Was wird gebraucht? Im Prinzip reicht schon ein Radio/Cassetten-Recorder mit eingebauten Mikrofonen. Oft erzeugen diese Teile aber einen ziemlich "dosigen" Sound, was auf die miserable Qualität der Mikros und des Cassettenteils zurückzuführen ist. Für Probeaufnahmen sollte das aber schon mal ausreichen.
Die Aufnahme könnt Ihr natürlich verbessern, indem Ihr hochwertige Komponenten verwendet wie z.B. einen MD-Recorder mit einem Stereo-Mikrofon. Vielleicht kann jemand aus Eurem Freundeskreis ein gutes Tape-Deck oder ein Tonband-Gerät besorgen und evtl. sogar bei der Aufnahme behilflich sein. Habt Ihr einen "Aufnahmeleiter" (vielleicht mal den Hausmeister fragen?), könnt Ihr Euch als Band besser auf Eure Performance konzentrieren.
Vorbereitung der Aufnahme
Habt Ihr Euch beim Proben bereits um einen guten Gesamtsound bemüht und die Instrumente entsprechend aufgestellt, habt ihr eigentlich schon die wichtigsten Vorbereitungen getroffen. Da alles gleichzeitig aufgenommen wird, sollte der Recorder bzw. die Mikros so positioniert werden, das alle Instrumente später im Mix der Aufnahme vertreten sind, mit entsprechenden Lautstärkeverhältnissen versteht sich. Natürlich soll auf der Aufnahme nicht nur das Schlagzeug zu hören sein oder die Gitarre den Gesang übertönen.
Gegebenfalls müsst Ihr halt die Instrumente etwas anders aufstellen oder die Lautstärken für die Aufnahme etwas anders anpassen als Ihr es von Euren Proben gewohnt seid. Am besten macht Ihr ein paar Probeaufnahmen und tastet Euch so an Euren gewünschten Mix heran.
Achtung Aufnahme!
habt Ihr alles vorbereitet? Dann ist die Aufnahme ja ein Kinderspiel. Vielleicht sorgt Ihr dafür, dass Euch niemand stört bei der Aufnahme - und - achja: den RECORD-Button nicht vergessen!
mehrere Aufnahmen machen!
Am besten nehmt Ihr Eure Performance ein paar mal hintereinander auf. So erhaltet Ihr automatisch mehrere Versionen, aus denen Ihr später die Beste heraussuchen könnt. Außerdem hält das lästige Zurückspulen (oder Löschen beim MD-Recorder) einfach nur auf.

Aufnahmen überspielen ist keine so gute Idee, auch wenn irgendwo ein paar Fehler drin sind, könnten ja andere Parts grandios gespielt sein.
Übrigens...
...können 1. aus Fehlern oft interessante neue Ideen entstehen, und 2. soll man aus Fehlern bekanntlich lernen können :-)
|
|
Multitracker - Alleskönner
Der Vorteil beim Multitrack-Recording ist, dass die Instrumente erst einmal auf separate Spuren aufgenommen werden können, um sie dann in Ruhe abzumischen, mit Effekten zu bearbeiten usw. Es können nachträglich weitere Spuren eingespielt oder Fehler ausgebügelt werden - ganz so, wie es in einem richtigen Studio von statten geht. Nur ist ein Multitracker klein und handlich, dass ihr das Aufnahmestudio in euren Proberaum holen könnt.
Tools
Da Multitracker weitestgehend alle Komponenten eines Musikstudios beinhalten, braucht Ihr eigentlich nur noch die passenden Kabel, um Eure Instrumente, Mikrofone und Lautsprecher an ein solches Gerät anzuschließen.
Solltet Ihr evtl. bei einem Musikalienhändler einen Multitracker ausleihen, erkundigt euch auf jeden Fall vorher über die erforderlichen Aufnahmemedien, denn die können schon mal eine Menge Geld kosten.
Vorbereitung
Auf jeden Fall sollte sich jemand komplett auf die Bedienung des Multitrackers konzentrieren. Das Einpegeln und Abmischen der einzelnen Signale ist schon etwas kniffelig. Um nicht von den Direktsignalen der Instrumente abgelenkt zu werden, sollte man dafür auf jeden Fall einen geschlossenen Kopfhörer verwenden. Besser ist es, das Portastudio in einem Nebenraum (eine Trennwand könnte auch schon genügen) aufzustellen. Allerdings werden dann entsprechend lange Kabel benötigt!
Achtung Aufnahme!
Es gibt verschiedene Wege, und ihr werdet mit Sicherheit den für Euch richtigen finden, um Euren Song aufzunehmen. Grundsätzliche Unterschiede sind hier technischer Natur: Besitzt der Recorder so viele Audio-Eingänge, dass alle Instrumente gleichzeitig angeschlossen und auf separate Spuren aufgenommen werden können? Acht Eingänge sind ideal, leider aber auch purer Luxus.
Ihr könnt beispielsweise das Schlagzeug mit zwei Mikrofonen aufnehmen oder das komplette Backing (Instrumental-Besetzung) stereo mit Mikros aufnehmen (siehe Stereo-Aufnahme), die Vocals auf separate Spuren. Im Multitrack-Verfahren aufnehmen, das bedeutet vor allem auch, dass Ihr zuerst das Backing einspielen könnt. Dann können sich eigentlich die Vocalisten das Aufnahemgerät mit nach Hause nehmen, um in Ruhe Ihren Part einzusingen.
Drums mikrofonieren

Mal eben schnell das Drumset mit Mikrofonen abnehmen. Gar nicht so einfach, aber nicht unmöglich. Im Grundlagenartikel in der Rubrik "music starter" erfahrt Ihr die wichtigsten Kniffe..
|
|
Computer-Recording
Je nach Ausstattung mit Hard- und Software habt Ihr mit dem Computer das wohl vielseitigste Aufnahmegerät. Allerdings können diverse Konfigurations-Probleme schon mal den Spaß an der Musik verderben. Aber mjit ein paar Computer-Kenntnissen habt Ihr die Sache im Griff - kein Porblem.
Auf jeden Fall könnt Ihr mit einem Rechner auf sehr ähnliche Weise arbeiten wie mit einem Multitrack- oder Portastudio, vorausgesetzt Ihr habt eine halbwegs brauchbare Soundkarte und eine Recording-Software auf dem Rechner installiert. Wie Ihr aus dem Rechner ein Recording-Studio macht und damit arbeiten könnt, erfahrt Ihr im Bereich Knowhow & Basics in der Rubrik "music starter".
Recording-Software kann eine Menge Geld kosten, falls Ihr nach No-Budget-Lösungen sucht, schaut mal in die Software-Tipps...
CD-Recording
Wollt Ihr Euren Song auf eine CD bekommen, könnt Ihr eine Aufnahem auf einen CD-Recorder überspielen (die einfache Lösung) oder den Song mit Rechner über die Eingänger der Soundkarte aufnehmen und mittels CD-Brenner und Software in den CD-Rohling stanzen lassen.
Bevor der Song auf die CD kommt, bieten Euch diverse Audio-Programme Möglichkeiten, den Mix zu optimieren. Ein paar Software-Tipps dazu findet Ihr hier...
Audio-CD-R oder normale CD-R?
Für die Teilnahme am Festival reichen normale CD-Rs völlig aus!
Track für die CD vorbereiten...
Wenn Ihr schon ein paar Aufnahmen gemacht habt, ist Euch beim Vergleich mit industriell produzierten CDs sicher nicht entgangen, dass die Studio-Aufnahmen immer sauberer, tgransparenter, druckvoller - einfach um Längen besser als die eigene Aufnahem klingen. Das ist kein Wunder, das teuerstes Equipment dafür verwendet wurde. Hier ein paar Tipps, wie Ihr mit ein paar Handgriffen zumindest für optimale Aussteuerung Eures Tracks sorgen könnt
Tools
Alles, was Ihr dazu braucht, ist ein Audio-Editor - so etwas gibt's sogar als Freeware, wie z.B. den Editor AUDACITY, der alle wichtigen Funktionen bietet. Wichtig: Vor der Bearbeitung Eurer Aufnahmen Sicherheitskopien erstellen!
- 1. Normalisieren: Diese Funktion braucht ihr, um den Lautstärkepegel der CD voll auszunutzen. Damit also der otimale Pegel Eurer Aufnahme auf die CD kommt, selektiert ihr die gesamte Aufnahme und wählt NORMALIZE. Die Bearbeitung kann einen Moment dauern.
- 2. Anfang und Ende schneiden: Befinden sich Nebengeräusche am Anfang der Aufnahme? Die könnt Ihr beseitigen: ein Track, der auf solche "Einleitungen" verzichtet, wirkt einfach professioneller.
- Nebengeräusche herausschneiden:
Manchmal haben sich vor Beginn des Songs Nebengeräusche in die Aufnahme eingeschlichen, die man im Audio-Editor ganz einfach beseitigen kann. In der Wellenform-Darstellung des Audio-Editors kann man genau sehen, wann der Song beginnt. Einfach den Bereich selektieren, der vor dem Song-Beginn liegt, und löschen.
- FADE OUT: Um das Ende des Songs professionell auszublenden, selektiere mit der Maus den Bereich der Wellenform-Darstellung über den Zeitraum, in dem das Fade-Out stattfinden soll. Dann die Fade-Out-Funktion ausführen.
|
 |
|